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InterfaceProfiler: Wie man ihn in Betrieb nimmt!

15. Januar 2019 | Von Dr. Oleksandr Panchenko

Sie haben wahrscheinlich schon von dem Virtual Forge InterfaceProfiler gehört oder gelesen und fragen sich, wie viel Zeit- und Arbeitsaufwand die Installation und der Betrieb in Anspruch nehmen. Lassen Sie uns heute daher über dieses Thema reden.Virtual_Forge_InterfaceProfiler_ScreenIch kann Ihnen keine fixe Stundenanzahl nennen, weil dies hauptsächlich auf drei Dingen beruht:

  • Auf der Größe Ihrer Systemlandschaften. Im Wesentlichen die Anzahl der Systeme, die Sie überwachen wollen.
  • Auf dem Komplexitätsgrad und der Schnelligkeit der IT Prozesse in Ihrer Organisation. Zum Beispiel wie lange es dauert, eine Rolle in ein System zu transportieren und die Rolle einem Nutzer zuzuordnen.
  • Auf Ihren Erwartungen hinsichtlich der Qualität Ihrer Datenquellen. Brauchen Sie mehr Daten, um alle Fragen zu beantworten? Wollen Sie weitere Datenquellen hinzufügen?

Der InterfaceProfiler hat eine zentrale Architektur: Es gibt ein zentrales System, wo die Daten gesammelt und verarbeitet werden. Alle anderen Systeme müssen überwacht werden und sind mit dieser zentralen Instanz des InterfaceProfilers verbunden um die gesammelten Daten dorthin zu senden. Also ist es erforderlich, die Verbindung zwischen ihnen herzustellen, wobei man offensichtlich jedes verbundene System einmal anfassen muss. Ich habe zwei gute Neuigkeiten für Sie: Erstens, es ist nicht notwendig, all das gleichzeitig zu tun, man kann mit wenigen Systemen anfangen und den Umfang der Analyse erweitern, indem man weitere Systeme verbindet, wann auch immer es in Ihren Plan passt. Zweitens, die eigentliche “Nettozeit” um eine sogenannte Datenquelle zu verbinden beträgt wahrscheinlich ein bis zwei Stunden. Sie werden eine Rolle in das System importieren müssen, einen Kommunikationsbenutzer erstellen, die Rolle dem User zuordnen und eine RFC Verbindung vom zentralen System zum Quellsystem konfigurieren. Wenn der SAP Systemlastmonitor bereits aktiv ist, sind Sie fertig mit der Installation, wenn nicht, müssen Sie diesen einfach anschalten. Das ist alles!

Für den Fall, dass Sie mehr Daten sammeln und Dateioperationen auf dem Anwendungsserver überwachen wollen oder Operationen, die durch SAP GUI ausgelöst wurden, herunter- bzw. hochladen wollen, werden Sie die Systeme als sogenannte Satellitensysteme verbinden müssen. Um diese Option zu haben, wird ein kleiner Teil des InterfaceProfilers in das Satellitensystem transportiert. Sobald dies erledigt ist, werden Sie ein Paar SAP Standardentwicklingsobjekte erweitern und unsere Datenkollektoren aktivieren müssen. Ein erfahrener ABAP Entwickler wird dies in weniger als einer Stunde erledigen. Dies wird in einem Entwicklungssystem ausgeführt und dann in den produktiven Part der Systemlandschaft transportiert. Nun können Sie noch etwas pauschalen Mehraufwand, abhängig von der Reibungslosigkeit Ihrer IT Prozesse, hinzufügen und dies mit der Anzahl der Systeme, die Sie überwachen wollt, multiplizieren.

Nachdem Sie dies erledigt haben, kann der InterfaceProfiler sofort anfangen Daten für Sie zu sammeln. Um in der Lage zu sein, die Daten richtig zu analysieren, wird der InterfaceProfiler noch etwas menschlichen  Input benötigen – Host Namen oder IP Adressen könnten mit Namen versehen und mit Metadaten befüllt werden: Was für eine Art von Server ist es? Wird er in einem produktiven Umfeld genutzt? Gehört er zu einer Gruppe von anderen Servern?  

Basierend auf unseren Projekterfahrungen kann es einen Tag lang dauern, um eine grobe Beschreibung einer Systemlandschaft vorzubereiten, die die wesentlichen Kommunikationspartner beinhaltet. Ich muss zugeben, dass, um es zum Laufen zu bringen, es höchstwahrscheinlich notwendig sein wird, dies gemeinsam mit anderen Abteilungen zu überprüfen und hier und da noch etwas Experten-Know-how benötigt wird. Aber das ist genau das, wofür InterfaceProfiler gemacht wurde! Er bietet eine äußerst solide Datenbasis für die Systemlandschaften und Kommunikationswege innerhalb der Systeme und erledigt die notwendigen vorbereitenden Schritte – Entscheidungen sollten von Menschen getroffen werden.

Topics: UnderstandYourRisk



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